Weihnachtsbäckerei

Ich liebe den Duft von Vanille, Zimt, Mandeln und Schokolade, der sich beim Backen in der Adventszeit durch die Wohnung zieht. Das bringt mich in Weihnachtsstimmung. Kekse ausstechen mit meinen Enkelkindern ist jedes Mal ein Erlebnis, das ich nicht missen möchte, trotz des Chaos, das danach in der Küche herrscht.
Aber warum gerade zu Weihnachten Kekse? Und warum Formen, wie Sterne, Monde, Tannenbäume, Engelfiguren, Ringe?
Das Wort „Keks“ stammt aus dem Englischen. Es wurde abgeleitet vom englischen „cake“ und das heißt übersetzt „Kuchen“. Ein Keks ist also ein kleiner Kuchen. Manche Menschen sagen zu den Weihnachtskeksen auch „Weihnachtsplätzchen“. Das sind besondere Backwaren, die an die früher verbreiteten „Gebildbrote“ erinnern.
Gebildbrot, und das kann man im Lexikon nachlesen, sind handgeformte oder mit Modeln bzw. Waffeleisen hergestellte Teigplätzchen in menschlicher oder tierischer Gestalt. Grabfunde lassen erkennen, dass Gebildbrote bereits in der Spätantike üblich waren und mystische Bedeutung hatten.
Aber warum gerade diese Formen?
Sterne – weil der Stern die Hirten nach Betlehem führte?
Monde – weil die Sterne allein in der Heiligen Nacht zu wenig Licht gaben?
Ringe – weil der Ring als Symbol aus vergangener Zeit die bösen Geister
vertreiben sollte?
Tannenbäume – weil für viele Menschen der Christbaum das
Weihnachtssymbol schlechthin ist?
Engel – weil ein Engel es war, der die Ankunft des Herrn verkündete?
Diese Erklärungen sind Mutmaßungen und keineswegs kulturhistorisch belegt. Aber logisch klingt es schon. Oder?

 

Ingrid Herl

zum 2. Advent

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