Allein die Schrift: Wer hat das letzte Wort in meinem Leben?

Reichstag zu Worms, April 1521. Einen Augenblick lang hielt die Welt den Atem an: Würde Martin Luther einknicken? Seine revolutionären Schriften widerrufen, um seine Karriere und sein Leben zu retten? Zusammenbrechen unter dem Druck von Kaiser und Kirche?

Nein, das tat Martin Luther nicht: „Wenn ich nicht durch die Zeugnisse der Schrift und klare Vernunftgründe überzeugt werde, (…), so bin ich gefangen im Wort Gottes. Daher kann und will ich nichts widerrufen (…). Gott helfe mir. Amen.“

Und da war es, dieses große Prinzip der Reformationszeit: Allein die Schrift. Mit anderen Worten: Es zählt einzig und allein das, was Gott durch die Schrift (also durch die Bibel) sagt. Alles andere muss sich daran messen lassen und sich der Bibel unterordnen. Selbst der Papst und der Kaiser.

Österreich, im März 2017. Wenn es hart auf hart geht: Wem vertrauen Sie in den großen Fragen des Lebens? Dem, was der Nachbar sagt? Was die Zeitung schreibt? Ihren Freunden auf Facebook? Ihren Gefühlen, die heute so und morgen anders sind?

Martin Luther hat einmal gesagt: „Die Bibel ist gegenüber anderen Büchern wie die Sonne im Vergleich mit jedem anderen Licht.“ Mit anderen Worten: Es schadet (meistens) nicht, mit Freunden über wichtige Fragen zu reden oder auf die eigenen Gefühle zu hören. Aber im Vergleich zu dem, was die Bibel an Weisheit und Orientierung zu bieten hat, verblasst alles andere. Alles andere muss sich daran messen lassen und sich der Bibel unterordnen. Auch heute noch.

Warum dies so ist? Dazu noch einmal Luther: „In der Bibel redet Gott selbst mit uns wie ein Mensch mit seinem Freunde.“

Viele Menschen haben diese Erfahrung gemacht – nicht nur Martin Luther. Wie sieht es mit Ihnen aus?